Was aus Leidenschaft geboren wird, trägt seinen eigenen Wert in sich,
selbst wenn es niemand sieht.
Gerry van Roosmalen (1963) ist ein niederländischer Fotograf und Autor mit einer besonderen Vorliebe für Island. Schon im Alter von neun Jahren, im Jahr 1973, hörte er zum ersten Mal von diesem Land, als er Bilder des Vulkanausbruchs auf den Westmännerinseln sah. Von diesem Moment an wusste er, dass er Island eines Tages selbst besuchen wollte.
1999 reiste er zum ersten Mal nach Island. Dieser erste Besuch beeindruckte ihn so tief, dass viele weitere Reisen folgten: zunächst während seiner Urlaube und ab 2007 auch als Guide und Reiseleiter für Fotoreisen.
Seine Leidenschaft für die Fotografie lebte in Island wieder ganz auf. Das Land lehrte ihn, neu hinzusehen. Schon bald merkte er, dass das Fotografieren einer besonderen Landschaft weit mehr ist als eine bloße Wiedergabe dessen, was man sieht; es geht vor allem darum, was man zeigen möchte. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, das Gefühl des Erlebten spürbar zu machen.
Das Licht ist richtungsweisend
Auf das richtige Licht zu warten oder gerade dann kreativ zu werden, wenn das besondere Licht fehlt: Genau dieses Licht ist in der Landschaftsfotografie von entscheidender Bedeutung. Das Schöne an Island ist, dass es niemals zweimal dasselbe ist. Eine andere Jahreszeit, ein anderes Licht – und schon ist es ein anderes Island. Vom exakt gleichen Ort aus kann man deshalb immer wieder ein völlig anderes Bild machen.
Der Wunsch, seine Erfahrungen und seine Fotografien zu teilen, ließ auch den Autor in ihm hervortreten. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, doch Worte können einem Foto eine zusätzliche Dimension verleihen.
2012 erschien sein erstes Buch über Island, „Ode an Island“, in dem er auf poetische Weise beschreibt, was dieses Land in ihm bewegte. 2021 folgte „Isländische Perlen“, in dem er mehr als hundert Orte in Wort und Bild vorstellt, ergänzt um praktische Hinweise für Besucher.
Auf den Spuren des Lichts
2025 erschien sein autobiografischer Reisebericht „Auf den Spuren des Lichts“. Er schrieb dieses Buch in einer Zeit, in der er sich körperlich und mental in einem Tief befand und wenig Inspiration und Motivation verspürte. Die Erzählung handelt von seiner Suche nach dem fotografischen Licht, aber auch nach seinem eigenen inneren Licht – vor der Kulisse der Landschaften und des Erlebens Islands.
Dieses Buch war auch der Anlass für die Zusammenstellung dieser Ausstellung. Eine Ausstellung, in der das fotografische Licht eine große Rolle spielt. Das Motiv ist auf dem Foto zu sehen, doch erst das Licht erweckt es zum Leben.
So wie Gerry in der Vergangenheit von den Arbeiten anderer Fotografen berührt wurde, hofft er, mit dieser Ausstellung auch sein Publikum zu berühren.
Willkommen in meinem Licht